Mitgliederversammlung

2020

Vorstellung der Bornheimer Kandidaten für das Bürgermeisteramt und Neuwahl des Vorstandes.

Interessant und aufschlussreich war die erste offizielle Vorstellungsrunde der Bornheimer Bürgermeisterkandidaten Christoph Becker, Petra Heller und Björn Reile in unserer Mitgliederversammlung.

Hier das Foto der drei Kandidaten bitte einfügen

Zu Beginn der Mitgliederversammlung begrüßte Vorsitzende Harald Stadler die drei Bürgermeisterkandidaten, die Mitglieder, weitere Gäste des Gewerbevereins und dankte allen Kandidaten im Namen des Vereins, für ihre Bereitschaft sich heute auf unserer Mitgliederversammlung vorzustellen

Als Schwerpunkte ihrer Arbeit als zukünftige Bürgermeisterin betonte Frau Petra Heller (CDU):

Sie würde die Digitalisierung in der Stadtverwaltung und in den Schulen stärker vorantreiben und sich mehr der Wirtschaftsförderung widmen. Sie setzte auf den freiwilligen Einsatz der Unternehmen für den Klimaschutz, statt durch Verordnungen und Satzungen dieses Ziel durchzusetzen. Sie sieht die Rheinquerung mittels einer Autobahnbrücke als eine Entlastung für die Wirtschaft und die der Verkehrsströme in der Rheinschiene. Sie setzte sich kürzlich im Rat gemeinsam mit ihrer Fraktion für die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft ein, um u.a. auch hier bezahlbaren Wohnraum in naher Zukunft zu schaffen, weil dann die Steuerung besser über die Stadt erfolgen kann. Eine weitere Belastung der Unternehmen durch eine Erhöhung der Gewerbesteuer lehne sie weiterhin ab.

Herr Björn Reile (ABB) ergänzte: Durch mehr Gewerbegebiete und somit weitere potenziellen Gewerbesteuerzahler könnte die Stadt Bornheim ihre finanziellen Belastungen leichter ausgleichen, ohne gleich die Kommunalsteuern als Alternative zu erhöhen. Er sprach sich für eine Senkung der Gewerbesteuer aus, um mehr Anreize für neue Betriebe in Bornheim zu schaffen. Er möchte Startups fördern. Örtliche Firmen möchte er bei Ausschreibungen bevorzugen. Grundsätzlich beabsichtigte er das örtliche Unternehmertum zu stärken.

Herr Christoph Becker (parteilos) unterstrich: Seine Arbeitsschwerpunkte wären u.a. Bürgerbeteiligung, soziale Gerechtigkeit und gleiche Bildungschancen für alle Kinder, sowie der Klimaschutz.

Er würde die KITA-Gebühren gerne senken und mehr KITA-Plätze schaffen.

Ein Gewerbeflächenmanagement einführen und mit den Bürgern darüber diskutieren wo weitere Gewerbegebiete in Bornheim ausgewiesen werden sollten. Er setze sich für eine 30-Prozentquote von geförderten Wohneinheiten in neu zu planenden Wohngebieten der Stadt Bornheim ein.

Auch Christoph Becker spricht sich gegen weitere Gewerbesteuererhöhungen aus und möchte mit einem „Beteiligungsrat“ der Bürgerschaft und somit auch der Wirtschaft mehr Einfluss auf die politischen Entscheidungen des Stadtrates geben.

Anschließend erfolgte eine rege Diskussion, die sich auch um die finanziellen Spielräume eines Bürgermeisters und des Stadtrates drehte, bei gleichzeitig sinkenden städtischen Einnahmen durch die derzeitige Corona Pandemie.

Der Vorsitzende dankte zum Abschluss der Vorstellungsrunde den BM-Kandidaten für ihre Erklärungen und ihre Bereitschaft sich den Fragen der Gewerbevereinsmitglieder zu stellen.

Die Kommunalwahlen hatten dann im September zu einer klaren Entscheidung der Bürgerschaft bei der Bürgermeisterkandidatur geführt. Mit dem Ergebnis, dass Herr Christoph Becker als neuer Bornheimer Bürgermeister in einer Stichwahl gewählt wurde.

Der Vorsitzende verwies anschließend in seinem Jahresrückblick auf den mit der Einladung versandten Geschäftsbericht 2019 und betonte die Einsatzbereitschaft des Vorstandes beim Gewerbefest 2019. Auch diesmal hatten sich nur wenige Firmen aus dem Gewerbeverein am Gewerbefest beteiligt. Daher stelle sich die Frage, was soll der Vorstand nun für das Jahr 2021 planen, wenn der Rückgang der Corona-Pandemie wieder öffentliche Veranstaltungen im Jahre 2021 erlauben würde. Doch unabhängig von der Entwicklung der Pandemie sollte jeder sich Gedanken über die öffentliche Darstellung des Gewerbevereins in Roisdorf machen. Da in Roisdorf keine verkaufsoffenen Sonntage mehr möglich sind sollten wir uns andere Formate überlegen. Die Mitgliederversammlung kam übereinstimmend zum Ergebnis, in diesem Jahr darüber die Mitglieder zu befragen und dann erst eine abschließende Meinung im Vorstand zu beschließen.

Als Schlusspunkt des Gewerbevereinsabends fand die alle zwei Jahre durchzuführende Vorstandsneuwahl statt. 


Es wurden folgende Gewerbevereinsmitglieder wiedergewählt:

Vorsitzenden:                          Harald Stadler

Stellv. Vorsitzenden:               Elmar Reiffert

Kassenwart:                             Ulrich Lütz

Schriftführerin:                        Simone Wexeler

und die Beisitzer: 

Astrid Anders, Vasillios Barmbas und Wolfgang Buerstedde

2018

Bericht über die Jahreshauptversammlung 2018 des Roisdorfer Gewerbevereins.

In der traditionsreichen Roisdorfer Gaststätte „Marktschänke“, im Sichtfeld des Roisdorfer DB-Bahnhofs, hatte der Gewerbeverein Roisdorf seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahl eingeladen.

Auf Einladung des Gewerbevereins erläuterte zu Beginn der Abendveranstaltung der CDU-Landtagsabgeordnete (MdL) Oliver Krauß den Mitgliedern und Gästen die landespolitischen Perspektiven für Gewerbe, Handel und Infrastruktur. Oliver Krauß: „Entscheidend für richtige Ergebnisse ist, die landespolitischen Zielsetzungen – unnötige oder unwirksame, aber für Unternehmer oder Gründer belastende Regelungen abzuschaffen – mit den Expertisen, die wir bei uns vor Ort haben, konsequent abzustimmen.“

MdL Oliver Krauß (links) informiert die Roisdorfer Unternehmer

 Im Fokus seines Vortrages stand insbesondere der Ausbau und die Gestaltung des Roisdorfer Bahnhofs und seines Umfeldes, die Stärkung des örtlichen Handels durch eine Novellierung der Ladenöffnungszeiten und durch die Deckelung der Gewerbesteuer-Hebesätze.

Herr Krauß unterstrich die Dringlichkeit, den Bahnhof Roisdorf attraktiver zu machen. Das gilt nicht nur für das Angebot an Zugverbindungen, sondern vor allem um einen Ausbau für Mobilitätseingeschränkte und eine Modernisierung des gesamten Bahnhofsgeländes. Krauß: „Wir brauchen dafür Mittel von Bund und Land, das in sogenannten Modernisierungsoffensiven verteilt wird. Um diese Gelder gibt es jedoch eine sehr große Konkurrenz, da viele Bahnstationen nicht mehr die Anforderungen der heutigen Zeit genügen. Wichtig ist somit, gemeinsam mit allen in Politik und Gesellschaft Engagierten die Notwendigkeit des Bahnhofsausbaus zu verdeutlichen. Dafür setze ich mich ein.“

Schon kurzfristig gehe es darum, die Lärmschutzsanierung für die sensiblen Anwohnerbereiche (Mainzer Straße, Güterbahnhof- und Custorstraße) einzufordern und zu realisieren. Mit dem Konsens zu den Geobasisdaten sind Hausaufgaben gemacht worden, jetzt geht es um die Ergebnisse. Dazu steht Oliver Krauß in vielfältigen Gesprächen mit der Deutschen Bahn, nicht zuletzt mit dem Konzernbevollmächtigen der DB für das Land Nordrhein-Westfalen, Herrn Werner Lübberink. 

In puncto Ladenöffnungszeiten-Gesetz erläuterte der CDU-Landtagsabgeordnete die Herstellung planerischer Rechtsicherheit als „ein zentrales Ziel“. Dahinter stehe die Grundsatzfrage, den Sonntagsschutz – „den wir wollen, den unsere Familien brauchen, der zu unserer christlich geprägten Kultur gehört“ – mit den gesellschaftlich-wirtschaftlichen Perspektiven zu vereinbaren. Diese stehen „unter dem Druck“ sich wandelnder Verbraucherwünsche, eines „Rund-um-die-Uhr-Angebotes“ des Onlinehandels, des mittelständischen Bedarfs, neue Impulse für die Konkurrenzfähigkeit zu gewinnen. Wenn im Internethandel der Sonntag einer der umsatzstärksten Wochentage ist, muss auch der örtliche Handel eine Möglichkeit erhalten, an einigen Sonntagen im Jahre zu öffnen. Die regulären Gottesdienstzeiten sollen dabei aber weiterhin respektiert werden. Weiterhin müssen auch die Familien im Blick bleiben.

In die Sichtlinie, Entlastungen für die Gewerbetreibenden verantwortlich zu strukturieren, gehören auch landespolitische Pläne, eine negative Logik der „Gewerbesteuer-Hebesätze“ aufzulösen, die mit abträglichen Anreizen vielerorts „eine Steuererhöhungsspirale in Gang gesetzt hat“. 

Mit großem Interesse verfolgten die Roisdorfer Unternehmer den Ausführungen des Landtagsabgeordneten Oliver Krauß und ergänzten den Vortrag mit Beiträgen aus ihrem Firmenalltag.

Gewerbevereinsvorsitzender Harald Stadler dankte Herrn Krauß für seine ausführlichen Informationen über die Arbeit des Düsseldorfer Landtages und drücke seine Hoffnung aus, dass die angesprochenen Themen sicherlich bald zu einem für alle Seiten guten Ergebnis führen könnten, wenn denn auch so im Landtag entschieden werde.   

Oliver Krauß und der Gewerbeverein in Roisdorf werden den Gedankenaustausch lebendig fortsetzen, um die Entwicklungen vor Ort im Blick zu behalten und die Einflussmöglichkeiten des Landes zu nutzen als „Dialog für richtige, effektive Resultate“.

Die Kenntnisnahme des Geschäftsberichtes 2017 verbunden mit dem Bericht der Kassenprüfung und Entlastung des Vorstandes erfolgte anschließend. Ferner informierte Harald Stadler die Mitglieder über die geplanten Veranstaltungen im laufenden Jahr 2018.

So findet in diesem Jahr am dritten Märzwochenende wieder ein Frühlingsfest, verbunden mit dem „Blaulichttag“ der Bornheimer Rettungsdienste, statt. Im Juni laden die Roisdorfer Mineralquellen GmbH zum beliebten Brunnenfest ein, und für seinen Herbst Event unternimmt schon jetzt der Vorstand die ersten Vorbereitungsschritte, um mit dem zweitägigen Martinimarkt vor dem Möbelhaus PORTA das Vereinsjahr erfolgreich abschließen zu können.

Nach einer lebhaften, interessanten Diskussionsrunde übernahm dann Oliver Krauß gerne die Leitung der Vorstandsneuwahlen.

Einstimmig gewählt wurden zum:

Vorsitzender:                Harald Stadler

Stellv. Vorsitzender:      Elmar Reiffert

Kassenwart:                  Ulrich Lütz

Schriftführerin:             Simone Wexeler

und die weiteren Vorstandsmitglieder: 

Astrid Anders, Vasillios Barmbas und Wolfgang Buerstedde

2017

Als Gastredner konnte der Roisdorfer Gewerbeverein auf seiner jüngsten Mitgliederversammlung Herrn Dr. Wolfgang Haensch begrüßen, der in seiner Vortrag „Stadtmarketing Bornheim: 14 Ortsteile – 1 Marke“ über den aktuellen Sachstand des Bornheimer Stadtmarketingprozesses die Roisdorfer Unternehmer informierte.

Herr Dr. Haensch stellte die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage vor, die seine Firma CIMA im Auftrag der Stadt Bornheim durchgeführt hatte, einschließlich der Erkenntnisse aus den in 2016 stattgefundenen drei Bürgerforen. Die hieraus resultierenden Ergebnisse dienen als Grundlage für ein weitreichendes Kommunikationskonzept, welches in erster Linie das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bornheimer Bürger stärken soll .

Im zweiten Teil der Mitgliederversammlung informierte der Vorstand seine Mitglieder über die Vereinsaktivitäten des vergangenen Geschäftsjahres. Besonders zwei Punkte wurden in der Mitgliederversammlung noch erläutert: Die Stellungnahme des Gewerbevereins zur geplanten Gewerbesteuererhöhung und zum Wasserlieferantenwechsel.

Gerade hier hatte sich der Vereinsvorstand in Vertretung seiner Großabnehmer gegen einen Lieferantenwechsel ausgesprochen und einen Bürgerentscheid initiiert, der aber ungültig war, weil fast 2/3 der abstimmungsberechtigten Bürger an der Abstimmung nicht teilnahmen. Nun sucht eine Arbeitsgruppe von Fraktionsvertretern mit dem Bürgermeister nach einer für alle Seiten tragbaren Lösung. Dazu macht nun der Roisdorfer Gewerbeverein einen praktikablen

Kompromissvorschlag zum Trinkwasser:

Statt sich weiterhin um Prozentfragen zu streiten, wie viel mehr Trinkwasser zukünftig der Wahnbachtalsperrenverband (WTV) nach Bornheim liefern soll, könnte sich die Politik darauf verständigen, wie hoch die jährliche garantierte Abnahmemenge vom Wasserbeschaffungsverband Wesseling-Hersel (WBV) in den nächsten beiden Jahrzehnten sein soll. Wenn über diese Mengenfestabnahme mit dem WBV ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen wird, könnte dies der Ausweg aus der Sackgasse der seit drei Jahren strittigen Wasserfrage in Bornheim sein.

Da Bornheim eine wachsende Stadt ist, würde bei steigender Einwohnerzahl der Mehrverbrauch von Trinkwasser zugunsten des WTV gehen. Damit hätte man sicherlich beiden Seiten eine gesichtswahrende Entscheidung ermöglicht.

Ferner berichtete der Vorstand über die laufenden Vorbereitungsarbeiten zum nächsten Gewerbefest am 25. Juni 2017. Anmeldefrist für einen Stand auf dem Gewerbefest ist für Mitglieder der 15. Mai 2017. Freie Plätze können danach von externen Unternehmen gegen eine Pauschale gebucht werden.

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Kontakt

Roisdorfer Gewerbetreibende e.V.
Kontakt: Harald Stadler
Pützweide 9
53332 Bornheim-Roisdorf
Tel.: 0 22 22 - 92 25 73
post@gewerbeverein-roisdorf.de

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