Gewerbeverein-Roisdorf
Unternehmen aus der Region für die Region!
Herzlich willkommen in Roisdorf
Seit über 40 Jahren kümmert sich der Roisdorfer Gewerbeverein um die Belange der ortsansässigen Unternehmer, Einzelhändler, Handwerker, Großhandelsfirmen und Freiberufler. Als Mittler zwischen der Stadt Bornheim, den ortsansässigen Unternehmen und der Bürgerschaft arbeiten wir zielstrebig an der Verbesserung der örtlichen Infrastruktur. In den vergangenen vier Jahrzehnten erweiterte sich permanent unser Aufgabenfeld.
Erhalt der Marktschänke: Roisdorf ringt um Tradition, Transparenz und Zukunft
Der Roisdorfer Gewerbeverein setzt sich für den Fortbestand eines wichtigen Treffpunkts ein und fordert eine faire Prüfung möglicher Alternativen zur geplanten Erweiterung des EDEKA-Fruchtkontors.
Die Zukunft der Roisdorfer Gaststätte Marktschänke beschäftigt derzeit viele Menschen im Ort und im gesamten Vorgebirge. Anlass ist die Kündigung des Pachtvertrags unseres Mitglieds Stephan Kempf zum 31. März 2026. Hintergrund sind Pläne zur Erweiterung der EDEKA-Bananenreiferei, für die nach bisherigem Stand auch das Gelände der Marktschänke benötigt werden soll. Damit steht nicht nur ein Gastronomiebetrieb mit seinen Arbeitsplätzen auf dem Spiel, sondern auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt für Roisdorf.
Die Außenfassade der ehemaligen Roisdorfer Versteigerung und der Innenbereich der Gaststätte Marktschänke
Die Marktschänke hat für viele Bürgerinnen und Bürger eine besondere Bedeutung: Sie ist Treffpunkt für Vereine, Freundeskreise, Familien und kulturelle Aktivitäten. Ihr möglicher Wegfall wird deshalb nicht nur als wirtschaftlicher Verlust, sondern auch als Eingriff in das soziale und kulturelle Leben vor Ort empfunden.
Nach den vorliegenden Informationen soll das Gelände der Marktschänke einer baulichen Erweiterung des bereits bestehenden EDEKA-Fruchtkontors sowie einer neuen Umfahrungsstraße weichen. Mit dem Ausbau wären voraussichtlich zusätzliche Verkehrsbelastungen, insbesondere durch Lkw-Verkehr, verbunden. Bereits heute gibt es im Umfeld Diskussionen über Lärm, Belastungen für Anwohner und die Auswirkungen der gewerblichen Nutzung auf die Lebensqualität im Ort.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Frage, ob die historische Bausubstanz rund um die ehemalige Obst- und Gemüseversteigerung einschließlich der Marktschänke unter Denkmalschutz gestellt werden kann. Nach Auffassung der Roisdorfer Heimatfreunde und weiterer Unterstützer sprechen gute fachliche Gründe für eine Prüfung und gegebenenfalls auch für einen vorläufigen Schutz. Kritisiert wird vor allem, dass mögliche Handlungsspielräume der zuständigen Behörden aus Sicht vieler Beteiligter nicht konsequent genutzt wurden.
Hinzu kommt der Vorwurf mangelnder Transparenz im bisherigen Verfahren. Die Erweiterungspläne waren Teilen von Politik und Verwaltung offenbar seit März 2025 bekannt, ohne dass die Öffentlichkeit frühzeitig einbezogen wurde. Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden dies als Vertrauensverlust und wünschen sich eine offene, nachvollziehbare Kommunikation über die weiteren Schritte.
Der Gewerbeverein sieht sich in dieser Situation in einer klaren Verantwortung gegenüber seinem langjährigen Mitglied, dem Pächter der Marktschänke, seinen Beschäftigten und dem Fortbestand des Betriebs. Gemeinsam mit den Heimatfreunden wurde deshalb frühzeitig versucht, Unterstützung für den Erhalt der Marktschänke und der historischen Fassade zu gewinnen sowie sachlich über die Hintergründe und rechtlichen Möglichkeiten zu informieren.
In einer vom Roisdorfer Gewerbeverein öffentlichen Informationsveranstaltungen wurde deutlich gemacht, dass es neben dem vollständigen Abriss auch denkbare Alternativen geben könnte. So wurde unter anderem eine Planung vorgestellt, die sowohl betriebliche Erweiterungen als auch den Erhalt der Marktschänke ermöglichen könnte. Aus Sicht vieler Beteiligter sollten solche Alternativen sorgfältig geprüft werden, bevor unumkehrbare Entscheidungen getroffen werden.

Ein wichtiger Treffpunkt steht vor ungewisser Zukunft
Für den Gewerbeverein steht dabei im Mittelpunkt, die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten, den Erhalt gewachsener örtlicher Strukturen zu unterstützen und sich für eine faire, transparente und zukunftsfähige Lösung einzusetzen. Die Diskussion um die Marktschänke ist deshalb mehr als eine Einzelfrage: Sie betrifft den Umgang mit örtlicher Identität, mit wirtschaftlichen Interessen und mit der Lebensqualität in unserem Ort.
Wir werden die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Anliegen unserer Mitglieder und der Bürgerschaft in den kommenden Entscheidungen angemessen berücksichtigt werden.
Ein weiteres Gespräch mit der Stadt Bornheim ist für den 20. Juli 2026 vorgesehen. HSt.
Fotos: © Harald Stadler
Kommunale Wärmeplanung im Fokus des Gewerbegebietes Bornheim-Süd und der Ortschaft Roisdorf.

Im Dezember 2025 informierten sich Roisdorfs Unternehmer in der Jahreshauptversammlung des Roisdorfer Gewerbevereins über die kommunale Wärmeplanung und den langfristigen Ausblick einer dekarbonisierten Wärmeversorgung in Bornheim.
Dazu hatte der Vorstand des Gewerbevereins Herrn Manuel Thom vom regionalen Energiedienstleister e-regio und Frau Dr. Gabriele Jahn, Leiterin des städtischen Umwelt- und Klimaschutzamtes eingeladen.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung war es die erste Gelegenheit für die Mitglieder, sich mit der vom Stadtrat beschlossenen zukünftigen kommunalen Wärmeplanung vertraut zu machen. Die kommunale Wärmeplanung zeigt auf, wie der Weg zu Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in ganz Bornheim gelingen kann und gibt Orientierung, welche Wärmeversorgungsarten wahrscheinlich am besten geeignet sind. Sie dient auch als Grundlage für weitere Planungen und Entscheidungen zu den zukünftigen Wärmeversorgungsarten der kommunalen Liegenschaften und darüber hinaus. Die Wärmeplanung erfasst kommunale Immobilien wie Schulen, Kitas, Betriebsgebäude, aber auch Gewerbe, Industrie und private Haushalten gleichermaßen. Hier beabsichtigen die Verantwortlichen, auf kommunaler Ebene mit gutem Beispiel voranzugehen, wie Frau Dr. Jahn zu Beginn betonte.
Die städtischen Immobilien verursachen nur 1,5 % der Treibhausgas- (THG) Emissionen, wie eine Analyse 2019 ergab. Die größten Verursacher sind die privaten Haushalte mit 48% THG, 19% THG betreffen den gewerblichen Sektor. Vorgaben wie Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen können beispielsweise nur in Neubaugebieten, im Rahmen der Bauleitplanung, verbindlich festgesetzt werden. Dies sei aber für bestehende Wohn- und Gewerbeimmobilien nicht möglich, ggf. kann aber der gesetzliche Rahmen auch hier entsprechende Anforderungen vorschreiben, z.B. beim Heizen und bei Dachsanierungen, bemerkte dazu Harald Stadler.
In seinem Vortrag erklärte Herr Thom zuerst einmal, was eine kommunale Wärmeplanung ist, und gab Einblicke in die ermittelten Ergebnisse und zukünftige Vorgehensweise. Siehe hierzu auch die Präsentation in der Anlage. Er betrachtet die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch wenn derzeit die durchschnittliche jährliche CO₂-Emission in Bornheim 5,0 t pro Kopf betrage, im Gegensatz zu 7,4 t pro Kopf in Deutschland, besteht die Notwendigkeit im Handeln. Dabei ist insbesondere auch das Gewerbegebiet Bornheim Süd in den Fokus zu nehmen, zum Beispiel als Ausgangspunkt für eine vertiefende Untersuchung einer möglichen zentralen Wärmeversorgung. Aufgrund der Höhe der Wärmenachfrage als auch der Möglichkeit, entstehende Abwärme aus Prozessen als Wärmequelle einzubinden, befinden sich im Gewerbegebiet Unternehmen, die als mögliche Ankerkunden oder als Wärmeabnehmer infrage kämen.
Dazu ist bereits im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung eine grundlegende Analyse des Gebäudezustandes und die Ermittlung des Wärme- und Strombedarfs erfolgt. Darüber hinaus bietet eine in der Nähe noch zu errichtende Flächenphotovoltaik-Anlage eine zusätzliche erneuerbare Energiequelle, die in die Potenzialanalyse eingeflossen ist. Da die kommunale Wärmeplanung strenge Anforderungen an den Datenschutz enthält, wurden bislang mindestens drei Verbraucher zusammengefasst und aggregiert in den Betrachtungen berücksichtigt. Für tiefergehende, energetische Analysen ist es notwendig genauere Daten zu ermittelt.
Außerdem ist es notwendig, die im Rahmen der Ersterstellung bereits begonnene, aktive Beteiligung von Gewerbetreibenden fortzusetzen. Deshalb ist geplant, über eine Kontaktaufnahme mit den interessierten Unternehmern ein Netzwerk aufzubauen, in dem mit Fachplanern und Energie-Experten gemeinsam eine mittelfristige Strategie zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung im Gewerbegebiet Bornheim-Süd erarbeitet wird. Einbezogen in diese Planung werden auch Großverbraucher im Bereich des Roisdorfer Zentralbezirks: Rings um das SUTI-Center, vom Rathaus entlang der Königstraße bis zum Hallenfreizeitbad einschließlich der Gesamtschule (rote Markierung im Bild 1) und zusätzlich entlang der Roisdorfer Brunnenallee/Brunnenstraße, zuzüglich der drei Roisdorfer Seniorenheimen. Dies wären weitere Bereiche in Bornheim/Roisdorf, die als mögliche zukünftige Wärmenetzgebiete in der vom Stadtrat beschlossenen Wärmeplanung als Optionen für eine zentrale Wärmeversorgung vorgeschlagen werden.
Von Seiten des Gewerbevereins wurden das Herseler Gewerbegebiet jenseits der Autobahn und das sich gerade in der Entwicklung befindende angrenzende Gewerbegebiet Alfter-Nord als weitere Prüfbereiche vorgeschlagen. Ferner sollten die Gewerbevereine der Gemeinde Alfter und die der Stadt Bornheim grundsätzlich mit in den regelmäßigen Austausch von Informationen und in die vertiefende Planung einbezogen werden. Denn die Information, die Planung weiterer Schritte zur Dekarbonisierung und die Aktivierung gewerblicher Akteure sollte nicht an der Stadtgrenze enden oder sich nur auf Bornheimer Akteure beschränken.
Dies wurde vom Vertreter der e-regio Herrn Thom und Frau Dr. Jahn begrüßt, denn schließlich arbeiten die sechs linksrheinischen Kommunen bei der Erarbeitung eines Klimafolgenanpassungskonzeptes schon seit Jahren eng zusammen. Diese gemeinsame Grundlage könnte auch bei der kommunalen Wärmeplanung zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit führen. HSt.
Präsentation "Kommunale Wärmeplanung Stadt Bornheim"
© Bild Stadtkern & Roisdorf: Quelle: e-regio, Euskirchen
An Lösungen erfolgreich arbeiten.

Zur Lkw-Problematik im Gewerbegebiet Bornheim-Süd.
Zu den vordringlichsten Aufgaben eines Gewerbevereins gehört es, die Belange und Wünsche seiner Mitglieder zu vertreten und dies ggf. auch im Stadtrat per Bürgerantrag vorzutragen.
Schon in den Jahren 2014/15 wurde die Stadt Bornheim auf die prekäre Lkw-Parksituation im Gewerbegebiet Bornheim-Süd hingewiesen. Als dann noch der damalig zuständige Dezernent Manfred Schier gegenüber der Lokalpresse behauptete, dass allein der Gewerbevereinsvorsitzende Beschwerden gegenüber der Stadt vorgetragen habe, war der Unmut innerhalb der betroffenen Firmen im Gewerbegebiet Bornheim-Süd beträchtlich.
19 Geschäftsleitungen hatten daraufhin in einem Schreiben an den damaligen Bürgermeister Wolfgang Henseler die Anregungen des Roisdorfer Gewerbevereins in einem gleichlautenden Brief unterstützt und auf Abhilfe gedrängt. Im Sommer 2015 wurden dann auf Anweisung des Bürgermeisters vom Straßenverkehrsamt eine neue Parkregelung im gesamten Gewerbegebiet angeordnet, neue Ge- und Verbotsschilder aufgestellt, die Kontrollen verstärkt und auch die Logistikfirmen dazu gedrängt, mehr Lkw-Parkflächen auf ihren Firmengeländen auszuweisen. Was dann auch geschah und zur Verbesserung insgesamt beitrug.
Beginnend in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts begannen aber erneut schleichend Monat für Monat die Probleme mit illegal parkenden Lkw-Fahrzeugen. Die Firma Landgard baute neue Vertriebshallen auf ihrem noch bis dato unbebauten Werksgelände und vermietete an die EDEKA weitere Hallen für den Ausbau des EDEKA-Fruchtkontor West. Von einst 15.400 m² auf nunmehr 22.150 m² vergrößerte sich EDEKAs Fruchtkontor.
Die Zwangslage der LKW-Fahrer
Während Landgard 18 neue Lkw-Standplätze auf ihrem Firmengelände errichtete war beim Fruchtkontor der EDEKA eine andere Vorgehensweise zu beobachten. EDEKA gibt für die anliefernden fremden Speditionen bestimmte Zeitvorgaben vor, in denen die Waren angeliefert oder abgeholt werden müssen. Anschließend müssen die LKWs sofort das Betriebsgelände verlassen. Sind die Speditionsfahrer zu früh da, müssen sie vor dem Werksgelände warten, bis man sie endlich abfertigt. Doch es kommt noch eine zusätzliche Notlage für die Fahrer hinzu. Kaum eine Spedition, insbesondere einige aus dem EU-Ausland oder aus Nordafrika, lässt ihren LKWs ohne Fracht leer zurückfahren. Also warten die Fahrer manchmal stunden- oder auch tagelang, bis sie die Order für eine neue Beladung bekommen. Auch müssen sie ihre 11stündige Ruhezeiten einhalten. Ein unhaltbarer Zustand für die bedauernswerten Fahrer, die der Willkür ihrer Arbeitgeber schutzlos ausgesetzt sind. Sie sind die Leidtragenden, die sich dann in ihrer Not im Gewerbegebiet häufig einen illegalen Stellplatz suchen. Daher wurden die Park+Ride (P+R) -Plätze an der Straße Rosental gerne in Anspruch genommen, ebenso der Gehweg entlang der Philipp-Reis-Straße und der Robert-Bosch-Straße.
Erst kapitulierte die Stadtverwaltung vor der LKW-Problematik, dann entschied die Politik
Im Juli 2024 reichte der Gewerbevereinsvorstand einen Bürgerantrag mit konkreten Vorschlägen beim Bürgermeister ein. Doch wie aus der Stellungnahme des Bürgermeisters und seines Tiefbau- und Verkehrsamtes zu entnehmen war, wurden unsere Vorschläge im August 2024 wieder einmal zuerst von der Stadt abgelehnt. Noch Ende August 2024 erklärte die städtische Pressestelle gegenüber dem General Anzeiger und der Bonner Rundschau, was alles nicht ginge. Insbesondere das Aufstellen von Betonelementen und Pollern im Straßenraum.
Doch mit tatkräftiger Unterstützung mittels Beiträgen in der Lokalpresse, zwei Filmbeiträgen im WDR sowie bei SAT1 Lokal und auch von Seiten der Firmen Landgard und PIN-UP, die zusätzlich bei der Stadt intervenierten, konnten wir gemeinsam im Verlauf der nächsten Monate ein Umdenken auf der politischen Ebene erreichen.
Der Bürgerausschuss übernahm unsere konkreten Vorschläge, die da waren:
1. nach Gesprächen mit der DB-Liegenschaftsverwaltung und der Firma Landgard, mit Betonelementen die Park- und Ride-Stellplätze entlang des Rosentals vor weiteren Parkverstößen durch LKW-Fahrer zu sichern.
2. Den westlichen Gehweg entlang der Johann-Philipp-Reis-Straße mit Pollern vor dem Befahren und Abstellen mit Kraftfahrzeugen ebenfalls zu sichern und die dazu notwendigen Gespräche mit der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH Bornheim aufzunehmen.
Alle Ratsfraktionen beschlossen in der nachfolgenden Sitzung des Verkehrsausschusses, den Bürgermeister anzuweisen, mit Edeka, Landgard und der Deutschen Bahn weitere intensive Gespräche zu führen, um gemeinsam auf der Grundlage unserer Vorschläge nach einer praktikablen Lösung des Lkw-Parkproblems zu suchen und diese dann auch zeitnah umzusetzen. Am 30. September 2024 fand diesbezüglich ein Round Table Gespräch mit den Firmen und politischen Vertretern statt, leider ohne Einbezug und Teilnahme des antragstellenden Gewerbevereins, der Initiator der Maßnahmen war.
In diesem September-Gespräch wurden endlich konkrete Maßnahmen besprochen und anschließend dem Gewerbeverein, seinem Vorsitzenden und unseren betroffenen Gewerbevereinsmitgliedern zugesagt, alsbald Maßnahmen einzuleiten, aber ohne dem Gewerbeverein im Nachgang das Ergebnisprotokoll dieser internen Besprechung auszuhändigen.
Eine textlich umfangreiche aber inhaltlich dünne Mitteilung über die Gesprächsergebnisse erfolgte dann im November 2024 im Fachausschuss. Neben vielen Prüfaufträgen wurde konkret auf die städtische Absicht hingewiesen, dass jetzt doch mit Flexpollern das Parken auf der Phillip-Reis-Straße unterbunden werden könne, ferner sollten Markierungen von Park- und Halteverbotszonen auf der Raiffeisenstraße aufgetragen und eine Verstärkung der Kontrollen im Gewerbegebiet würde darüber hinaus zusätzlich durchgeführt. Obwohl vorher vom Ordnungsamt darauf hingewiesen wurde, dass es fast unmöglich sei von ausländischen Speditionen die ausgestellten Bußgeldbescheide einzutreiben.
Auch wurde in dieser Mitteilung nichts vom Angebot der Firma Landgard mitgeteilt, die schon im Sommer 2023 der Stadt angeboten hatte, mit Betonelementen auf der Straße Rosental das illegale LKW-Parken zu unterbinden. Landgard hätte die Elemente bei einer Genehmigung auch eigenständig aufgestellt. Doch eine Zustimmung der Stadt hierzu wurde viel zu spät erst im Jahr 2025 erteilt. Jetzt konnten die seit Langen von uns gewünschten Betonelemente im Bereich des Rosentals endlich platziert werden.
Zusätzlich wurde auch auf der Johann-Philipp-Reis-Straße die gesamte Straßenfront mit rot/weißen Flex-Pollern neu ausgestattet und gekennzeichnet. Damit konnte ein weiteres Parken auf dem Gehweg und des Weiteren in der angrenzenden Grünanlage verhindert werden. Im September diesen Jahres sind dann auch neue Markierungen auf der Raiffeisenstraße aufgetragen worden, um dort das Lkw-Parken geregelt zu ermöglichen.
Was bleibt noch zu tun?
Es bleibt weiterhin ungelöst die Suche nach einer zusätzlichen Lkw-Parkfläche, aber nur für die auswärtigen Speditionen, die täglich EDEKA und Landgard 24 Stunden durchgehend beliefern. Das sollte aber auf keinen Fall ein „Autohof“ für alle Lkw-Fahrer im Gewerbegebiet werden, wie dies jüngst öffentlich gefordert wurde. Auch dazu wurden von uns den zuständigen städtischen Gremien Vorschläge unterbreitet. Zum Beispiel könnte der Stadtrat unter der Hochspannungsleitung, entlang der Straße Rosental, einen weiteren Firmenparkplatz für die Lkw jener Speditionen ausweisen, die die EDEKA beliefern. Wie dies beispielhaft für die Spedition Vendel entlang der Raiffeisenstraße schon gemacht wurde.
Nur dieser von uns vorgeschlagene Bereich ist derzeit eine grüne Ausgleichsfläche infolge der im Gewerbegebiet stattgefundene Versiegelung mit Büro-, Einzelhandel- und Werkshallen. Alternative Ausgleichsflächen könnte die Stadt Bornheim aber im Roisdorfer Hangbereich und an anderen Stellen ausweisen, wo viele ehemalige Ackerflächen heute zu vegetationsarmen Pferdeweiden umgestaltet wurden oder brach liegen. Dieses translozieren von Ausgleichsflächen wurde entlang des Brombeerweges in Roisdorfer und aktuell für ein Baugebiet in Sechtem beispielsweise praktiziert. Nur sind dazu intensive Gespräche mit den Aufsichts- und Naturschutzbehörden notwendig. Ob es für diesen Vorschlag im neugewählten Stadtrat zukünftig auch eine positive Entscheidung gibt, werden wir sehen.
Es bleibt somit für Roisdorfs Gewerbeverein noch viel zu tun. Zeigen doch die Erfolge der Vergangenheit, dass wir alle etwas erreichen können, wenn wir hartnäckig bleiben und stetig an den Lösungen von Problemen mit konstruktiven Anregungen arbeiten, im Interesse unserer Mitglieder.
Harald Stadler
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Gewerbefest 2024

Biergartenatmosphäre am Roisdorfer Mineralbrunnen
Mit zünftiger Blasmusik eröffneten die Roisdorfer Musikfreunde unter einem weiß-blauen Himmel das diesjährige Gewerbefest des Roisdorfer Gewerbevereins. Viele Roisdorfer und weitere Gäste zog es an diesem schönen Sonntagnachmittag in den Brunnenpark, um im Schatten der Bäume der Musik zu lauschen und es sich im Garten-Café Nelles bei einem frischen Kaffee und leckerem Kuchen gut gehen zu lassen. Hier konnten die Vorstandsmitglieder Harald Stadler, Bernhard Haberl und Astrid Anders, den Bäckermeister Herbert Nelles (3. v. l.) begrüßen, der 1984 als einer der Gründungsväter des Gewerbevereins extra zum 40ig-jährigen Geburtstagsfest der Roisdorfer Unternehmer gekommen war.
Mit den rheinischen Spezialitäten von „Onkel Fritts“ und den Leckereien von „Bakaliko Greek Food” konnten die Gäste an den beiden Versorgungsstationen deutsche und griechische Küche genießen. Der Getränkemarkt Pieper hatte seinen Getränkestand extra dazwischen positioniert. Das führte bei so manchem Gast zur der anerkennenden Bemerkung: “Heute fühle ich mich in Roisdorf fast so wie in einem bayrischen Biergarten.”
Alle Tischreihen waren besetzt und wer Lust hatte, konnte sich bei Juwelier Reiffert noch schnell über dessen erweiterte Angebotspallette vorabinformieren. In Kürze eröffnet die Firma Reiffert ihr neugestaltetes Uhrengeschäft an der Siegesstraße. Die Spedition Wirtz war mit ihrem Riesentruck und Oldtimern stark vertreten. Hier konnten sich Interessierte über das Arbeitsfeld eines Lkw-Berufsfahrer informieren. Die Kinder durften ins Lkw-Führerhaus klettern, staunten über die Größe der dortigen Schlafkabine und bewunderten die Fernsicht vom Fahrersitz aus. Eine Riesenhüpfburg mit Namen DINO lockte viele unserer jungen Gäste an, die ausgiebig dort nach Herzenslust toben konnten.
Zweifelslos war der Auftritt der FUNKY MARYS aus Köln der Höhepunkt des musikalischen Unterhaltungsprogramms am Nachmittag. Seit 2002 sind diese fünf starken Frauen im Kölner Karnevalsgeschehen eine feste Größe. Die diesmal mitten im Sommer echte rheinische Karnevalsstimmung nach Roisdorf brachten. Kein Wunder, dass getanzt und geschunkelt wurde und nur mit einer Zugabe konnten die FUNKY MARYS erst nach einer Stunde die Bühne verlassen. Doch schnell kamen die Damen nicht vom Festgelände weg. Viele Roisdorfer warteten schon hinter der Bühne geduldig auf die Marys. Es wurden fröhliche Selfies mit den gut gelaunten fünf Ladies gemacht und zusätzlich zahlreiche Fanautogramme bei den Kölnerinnen eingesammelt.
Die Bühne war inzwischen für den Ex-Roisdorfer Liedermacher und Sänger Willi Wilden frei gegeben worden, der aus seinen umfangreichen Repertoire an Liedern seine persönlichen Favoriten präsentierte. Die unmittelbare Beteiligung der Kinder war Willi Wilden ein besonders Anliegen und so rief er seine junge Fanschar auf die Bühne, um dort gemeinsam mit ihnen zu singen.
Nach dem bemerkenswerten Zuspruch der Roisdorfer Bürgerschaft zog der Vorstand des Gewerbevereins am Schluss des Festtages eine positive Bilanz. Doch dass diesmal nur wenige Mitglieder des Vereins die Gelegenheit zur Präsentation ihres unternehmerischen Dienstleistungsspektrums nutzen, war ein Kümmernis. Auf unserer Jahreshauptversammlung im November werden die Roisdorfer Unternehmer Rückschau halten und darüber erneut intensiv diskutieren. HSt.




































